| Isländische Musiker kommen selten allein, und so schart auch Benedikt H. Hermannsson ein kleines Orchester um sich. Benni Hemm Hemm klingen mal wie eine Bigband, mal wie eine Hippiekommune, mal wie die Heilsarmee. Der Freundeskreis um Hermannsson macht Orchesterfolk mit Pauken und Trompeten, der hier zum Schunkeln und dort zum Innehalten anregt. Im krisengeschüttelten Island kommt diese herzerwärmende Mischung bestens an: Bereits mit ihrem Debüt räumten Benni Hemm Hemm bei den Island Music Awards ab. Die Songs des zweiten Albums „Kajak“ hat Hermannsson durchwegs in isländischer Sprache geschrieben, doch auch ohne Skandinavistik studiert zu haben versteht man, dass dieser Mann Humor hat. Für einmal klingt isländische Musik nicht ätherisch und entrückt, sondern kauzig und verschroben. |