Jan 8

Erinnert sich jemand noch an die Pendlerzeitung Metropol? Vor sechs Jahren musste sie den Druck einstellen und das 20min ging als einzige Zeitung aus einem Zweikampf um die Vorherrschaft im Schweizer Pendlerzeitungsmarkt hervor. Ich persönlich habe das Metropol dem 20min immer vorgezogen. Wahrscheinlich wegen den Kolumnen. Jedem Wochentag war ein Schreiberling zugeteilt. Ich glaube, Phil Duke hatte den Diensttag. Dann müsste es ein Montag gewesen sein, als Mario Widmer an derselben Stelle einen populistischen Privatsender, als „kluge rechte” Alternative zu den linksliberalen Medienbrei forderte. Phil Dukes letzte Kolumne im Metropol kommentierte Widmers Forderung:

Metropol, 27, November 2001

Philippe Amrein

Reich ins Heim mit den Rechten

Die beiden nationalen Privatsender TV3 und Tele24 sind mittlerweile für tot erklärt, und wie das bei grossen Einstampfbewegungen jeweils der Fall ist, melden sich nun etliche selbsternannte und ergo eher unbedarfte „Meinungsmacher” mit Kritik und Plänen für ein nationales Privatfernsehen, derweil andere Selfmade-Experten seltsame Ansichten und Visionen präsentieren.

Der wohl interessanteste Denkanstoss der letzten Tage war der Vorschlag, die rechten Besserwisser um Dr. Blocher sollten doch einfach einen populistischen Privatsender finanzieren, „eine kluge rechte” Alternative zu den gängigen Programmen. Zugegeben, die Begriffe „klug”, „recht” und „Alternative” lassen sich nur schwer unter einen televisionären Stahlhelm bringen, aber stellen wir uns diesen Sender und seine möglichen Gefässe doch einfach mal vor, etwa eine „klugen rechten” Sonntalk: Dort diskutierten dann die Grossintellektuellen Herren Blocher, Giezendanner und Bortoluzzi mit Obergilli Markus Fragen von nationalem Interesse – klingt etwa so spannend wie ein geplatzter Blinddarm.

Daneben laufen Reality-Formate wie „Big Border”, in deren Verlauf illegale Einwanderer versuchen müssen, lebend über die grüne Grenze zu kommen, es gibt die Wellness- und Dietkochsendung „Kein Mampf”, das Anleger-Magazin „Reich ins Heim”, den Lastwagen-Plausch mit Ulrich Giezendanner (dort wird hauptsächlich über den „Führer”-Schein diskutiert) und die beliebte Quiz-Show „Wer wird Obersturmbannführer?”. In der interaktiven Sendung „Das KZ” müssen die Kandidaten ein Vernichtungslager führen, während die grossen Samstagsabendkisten „Christophissimo” und „Top of Switzerland (live vom Rütli mit dem Unterhaltungsduo Ueli & Knecht) jeweils das Volk vor den Empfänger lockt. Doch soviel rechte Klugheit erträgt kein Mensch, deshalb wie immer: Wehret den Anfängen!

Aberschosicher

 

Phil Duke wurde wegen dieser Kolumne wirklich entlassen und meinte in der WoZ, wo sein „Fall” dargestellt wurde: „für einmal die Meinung zu sagen, hat sich der Lohnverlust fast gelohnt”.

Sieben Jahre sind seither vergangen und Phil Duke hat nichts von seinem Feuer verloren. Nicht nur, dass er jedes Jahr attraktiver geworden ist, er spielt besser Gitarre denn je, seine Stimme hat die nötige Reife erhalten und seine Auftritte sind handverlesen wie eh und je:

 „Ruhe Bitte!”

Phil Duke & DJ Kelly Voltage

Samstag, 10. Januar, Plan B

http://www.myspace.com/philduke

 

An dieser Stelle fast schon traditionell das grosse „Plan B ich hol mir einen Drink Rätsel”:

Welche dieser Bands ist schon mal im Sedel aufgetreten?

a) Eve Brown & the Stormtroopers b) Skadolf Hitler c) Gestapo d’Amour

Antwort an padi@b-sides.

Die ersten drei kriegen einen Drink, der vor 22:00 Uhr bestellt werden muss.

Machts gut bis Samstag

Plan B und B-Sides

Falls ihr das Warten auf Samstag nicht aushält, könnt ihr hier ein bisschen Zeit totschlagen und nach Verwandten und Bekannten suchen: http://musicstar.sf.tv/map/

Wir haben schon eine Cousine und eine Nachbarin gefunden.

Jan 6

Evelinn Trouble musste das Konzert vom nächsten Samstag leider aus terminlichen Gründen absagen. Mit Phil Duke haben wir aber einen mehr als würdigen Ersatz gefunden.

Erinnert sich jemand noch an die Pendlerzeitung Metropol? Vor sechs Jahren musste sie den Druck einstellen und das 20min ging als einzige Zeitung aus einem Zweikampf um die Vorherrschaft im Schweizer Pendlerzeitungsmarkt hervor. Ich persönlich habe das Metropol dem 20min immer vorgezogen. Wahrscheinlich wegen den Kolumnen. Jedem Wochentag war ein Schreiberling zugeteilt. Ich glaube, Phil Duke hatte den Diensttag. Dann müsste es ein Montag gewesen sein, als Mario Widmer an derselben Stelle einen populistischen Privatsender, als „kluge rechte” Alternative zu den linksliberalen Medienbrei forderte. Phil Dukes letzte Kolumne im Metropol kommentierte Widmers Forderung:

Metropol, 27, November 2001

Philippe Amrein

Reich ins Heim mit den Rechten

Die beiden nationalen Privatsender TV3 und Tele24 sind mittlerweile für tot erklärt, und wie das bei grossen Einstampfbewegungen jeweils der Fall ist, melden sich nun etliche selbsternannte und ergo eher unbedarfte „Meinungsmacher” mit Kritik und Plänen für ein nationales Privatfernsehen, derweil andere Selfmade-Experten seltsame Ansichten und Visionen präsentieren.

Der wohl interessanteste Denkanstoss der letzten Tage war der Vorschlag, die rechten Besserwisser um Dr. Blocher sollten doch einfach einen populistischen Privatsender finanzieren, „eine kluge rechte” Alternative zu den gängigen Programmen. Zugegeben, die Begriffe „klug”, „recht” und „Alternative” lassen sich nur schwer unter einen televisionären Stahlhelm bringen, aber stellen wir uns diesen Sender und seine möglichen Gefässe doch einfach mal vor, etwa eine „klugen rechten” Sonntalk: Dort diskutierten dann die Grossintellektuellen Herren Blocher, Giezendanner und Bortoluzzi mit Obergilli Markus Fragen von nationalem Interesse – klingt etwa so spannend wie ein geplatzter Blinddarm.

Daneben laufen Reality-Formate wie „Big Border”, in deren Verlauf illegale Einwanderer versuchen müssen, lebend über die grüne Grenze zu kommen, es gibt die Wellness- und Dietkochsendung „Kein Mampf”, das Anleger-Magazin „Reich ins Heim”, den Lastwagen-Plausch mit Ulrich Giezendanner (dort wird hauptsächlich über den „Führer”-Schein diskutiert) und die beliebte Quiz-Show „Wer wird Obersturmbannführer?”. In der interaktiven Sendung „Das KZ” müssen die Kandidaten ein Vernichtungslager führen, während die grossen Samstagsabendkisten „Christophissimo” und „Top of Switzerland (live vom Rütli mit dem Unterhaltungsduo Ueli & Knecht) jeweils das Volk vor den Empfänger lockt. Doch soviel rechte Klugheit erträgt kein Mensch, deshalb wie immer: Wehret den Anfängen!

Aberschosicher

Phil Duke wurde wegen dieser Kolumne wirklich entlassen und meinte in der WoZ, wo sein „Fall” dargestellt wurde: „für einmal die Meinung zu sagen, hat sich der Lohnverlust fast gelohnt”.

Sieben Jahre sind seither vergangen und Phil Duke hat nichts von seinem Feuer verloren. Nicht nur, dass er jedes Jahr attraktiver geworden ist, er spielt besser Gitarre denn je, seine Stimme hat die nötige Reife erhalten und seine Auftritte sind handverlesen wie eh und je:

Plan B und B-SIDES präsentieren „Ruhe Bitte!“:
Phil Duke & DJ Kelly Voltage
Sa 10.12.2008, 21.00 Uhr @ Plan B, Luzern

Phil Duke auf MySpace

Und falls ihr das Warten auf Samstag nicht aushält, könnt ihr hier ein bisschen Zeit totschlagen und nach Verwandten und Bekannten suchen: http://musicstar.sf.tv/map/

Wir haben schon eine Cousine und eine Nachbarin gefunden.